Webinar-Zeitplanung: Den optimalen Zeitpunkt für dein Webinar finden
Live, Evergreen oder Hybrid – welche Zeit passt zu dir?
Montagmorgen, 9 Uhr: Du öffnest deinen Kalender und überlegst, wann du dein nächstes Webinar ansetzt. Der Inhalt steht, der Ablauf ist klar – doch die Terminplanung lässt dich zögern. Wählst du den falschen Zeitpunkt, schaltest du potenzielle Teilnehmende aus. Wählst du den richtigen, steigt die Teilnahmequote und damit die Chance auf neue Kunden. Daten aus über einer Million Webinaren zeigen, dass der optimale Slot weder Zufall noch Bauchgefühl ist. Vielmehr richtet er sich nach Wochentag, Uhrzeit und Zeitzone.
Fehler und besserer Weg
Fehler: Du planst dein Webinar spontan auf Montagmorgen oder Freitagabend, weil du gerade Zeit hast.
Besserer Weg: Richte dich nach dem natürlichen Rhythmus deiner Zielgruppe. Studien zeigen, dass Dienstag bis Donnerstag die höchste Anmelde- und Teilnahmequote bringen, während montags und freitags die Aufmerksamkeit sinkt.
Fehler: Du legst die Startzeit auf 9 Uhr oder 17 Uhr, ohne an Mittagspausen und Energielevel zu denken.
Besserer Weg: Wähle späte Vormittage oder frühe Nachmittage – um 11 Uhr oder 14 Uhr – wenn die meisten Menschen ihre Mails abgearbeitet haben und noch aufnahmefähig sind.
Mini-Dialog
„Wir könnten unser Webinar am Montag um 16 Uhr machen.“
„Montag? Da sind die Leute meist noch im Wochenstart. Freitag fällt auch aus, weil viele früher Feierabend machen.“
„Stimmt. Lass uns Dienstag oder Mittwoch nehmen, 11 Uhr ist für alle machbar.“
„Genau. Und falls jemand nicht kann, bieten wir zusätzlich eine Aufzeichnung an.“
5 Schritte für die optimale Webinar-Zeit
- Zielgruppe und Zeitzonen analysieren
Finde heraus, wo deine Teilnehmenden sitzen und welche Arbeitszeiten sie haben. Für ein Publikum in den USA gilt 11 Uhr Pacific (14 Uhr Eastern) als optimal, weil es alle Zeitzonen während der Arbeitszeit abdeckt. Für Europa eignen sich Slots um 11 Uhr GMT / 12 Uhr MEZ. Wenn du global agierst, erwäge mehrere Sessions oder On‑Demand-Angebote. - Den richtigen Wochentag wählen
Daten aus verschiedenen Studien zeigen, dass Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die höchsten Teilnahme- und Registrierungsraten liefern. Dienstag erreicht oft den Spitzenwert, Mittwoch bietet die beste Kombination aus Aufmerksamkeit und Flexibilität und Donnerstag kann für Thought-Leadership-Themen geeignet sein. Vermeide montags (Aufholjagd) und freitags (Vorbereitung aufs Wochenende) sowie Wochenenden, außer bei B2C-Hobbys. - Die ideale Uhrzeit festlegen
Späte Vormittage und frühe Nachmittage bieten die beste Balance aus Verfügbarkeit und Energie. Laut On24 und anderen Benchmarks liegt das optimale Zeitfenster bei 11 Uhr oder 14 Uhr in der Zielzonenzeit. 11 Uhr erreicht meist die höchste Attendance Rate, weil die Teilnehmenden ihre morgendlichen Aufgaben erledigt haben und noch vor dem Mittagspausenloch stehen. 14 Uhr funktioniert gut als zweite Option: nach der Mittagspause, aber vor dem Nachmittagstief. - Holidays und Konkurrenzen beachten
Plane dein Webinar nicht vor Feiertagen oder langen Wochenenden, selbst wenn es ein „guter“ Tag ist. Nationale Feiertage und Schulferien verringern die Teilnahme spürbar. Vermeide außerdem Terminkonflikte mit großen Branchenveranstaltungen oder beliebten TV-Ereignissen. Nutze deine CRM-Daten, um die Gewohnheiten deiner Zielgruppe zu verstehen und finde Nischen im Kalender. - Testen und optimieren
Auch wenn Statistiken den Weg weisen, sind sie kein Gesetz. Mache A/B-Tests: führe das gleiche Webinar zu verschiedenen Zeiten oder an unterschiedlichen Tagen durch und vergleiche Anmelde- und Teilnahmequoten. Zeichne deine Sessions auf und analysiere, wann die meisten Teilnehmenden abspringen. Beziehe dein Publikum ein: frage per Umfrage, welche Zeiten sie bevorzugen, und passe deine Planung an.
Wenn … dann …
Wenn du Dienstag bis Donnerstag am späten Vormittag oder frühen Nachmittag planst, dann erhöhst du deine Teilnahmequote und das Engagement.
Wenn du globale Audiences hast, dann wähle das Zeitfenster, das die meisten Zeitzonen abdeckt – oder biete zwei Sessions beziehungsweise eine On-Demand-Option an.
Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Timing ist Strategie, nicht Zufall.
Mini-Einwände und Lösungen
„Meine Zielgruppe ist weltweit verteilt – ich kann es nie allen recht machen.“
Nutze hybride Modelle: Veranstalte das Webinar live für die wichtigsten Regionen und stelle eine On-Demand-Aufzeichnung bereit. Bei großem Publikum kannst du das Webinar mehrfach am Tag ausstrahlen.
„Ein fester Termin bringt mir nichts, wenn niemand Zeit hat.“
Beziehe deine Zielgruppe in die Planung ein. Frage nach bevorzugten Zeiten und teste verschiedene Slots. Nutze deine Analytics, um zu sehen, wann deine Webseitenbesucher am aktivsten sind.
„Meine Inhalte veralten schnell – eine Aufzeichnung nützt mir nichts.“
Even Live‑Webinare lassen sich zeitnah repurposen. Schneide die Aufzeichnung in kurze Snippets und nutze sie für Social Media oder als Bonus-Content. So profitierst du von der Live‑Energie und der langfristigen Reichweite.
Alltagsszene
Ein Vertriebsleiter plant einen Produkt-Launch und wählt Freitag um 17 Uhr, weil er selbst da Zeit hat. Am Ende melden sich 120 Personen an, aber nur 20 erscheinen live. Die Stimmung im Team ist gedrückt. Beim nächsten Launch orientiert er sich an den Benchmarks: Mittwoch um 11 Uhr. Diesmal sind 150 dabei, und viele stellen Fragen. Die Conversion-Rate steigt, das Team ist zufrieden. Wenn du nur eine Sache mitnimmst, dann diese: Gute Zeitplanung ist kein Hexenwerk – sie basiert auf Daten und Aufmerksamkeit für deine Zielgruppe.
Kurz erklärt
- Attendance Rate – Anteil der Registrierten, die live teilnehmen; steigt bei Webinaren in der Mitte der Woche.
- Registration Rate – Anteil der Seitenbesucher, die sich anmelden; hängt von Tag und Uhrzeit ab.
- Midweek Peak – Dienstag bis Donnerstag; beste Tage für B2B-Webinare.
- Golden Hour – Späte Vormittage und frühe Nachmittage (11 Uhr oder 14 Uhr).
- Zeitzonen-Trick – 11 Uhr Pacific (14 Uhr Eastern) deckt alle US-Zeitzonen ab.
60-Sekunden-Aktion
Nimm jetzt dein nächstes Webinar-Projekt zur Hand. Prüfe, wer deine Zielgruppe ist, in welchen Zeitzonen sie lebt, und wähle drei Termine: einen am Dienstag, einen am Mittwoch und einen am Donnerstag, jeweils um 11 Uhr oder 14 Uhr. Versende eine kurze Umfrage an deine Interessenten, um herauszufinden, welcher Termin sie bevorzugen. So triffst du in 60 Sekunden eine datenbasierte Entscheidung.
Mini-FAQ
Was ist der beste Tag für ein Webinar?
Daten zeigen, dass Dienstag, Mittwoch und Donnerstag die höchsten Anmelde- und Teilnahmequoten liefern. Dienstag schneidet häufig am besten ab.
Welche Uhrzeit ist ideal?
Späte Vormittage oder frühe Nachmittage – insbesondere 11 Uhr oder 14 Uhr – erreichen laut Studien die höchste Attendance Rate und das beste Engagement.
Kann ich ein Webinar montags oder freitags planen?
Montage sind oft voller Meetings, Freitage nutzen viele für den Wochenabschluss. Midweek‑Tage sind effektiver. Wenn deine Zielgruppe jedoch B2C ist, können Wochenenden funktionieren.
Wie berücksichtige ich mehrere Zeitzonen?
Wähle ein Zeitfenster, das die wichtigsten Regionen abdeckt – zum Beispiel 11 Uhr Pacific / 14 Uhr Eastern für die USA. Für internationale Zielgruppen sind mehrere Sessions oder On‑Demand-Aufzeichnungen sinnvoll.
Wie wichtig ist der Vorlauf?
Starte die Promotion zwei bis drei Wochen vor dem Termin. Die meisten Registrierungen erfolgen acht Tage vor dem Webinar, deshalb sind frühzeitige Einladung und mehrere Erinnerungen entscheidend.
Mini-Checkliste (30 Sekunden)
- Ist deine Zielgruppe definiert und ihre Zeitzonen bekannt?
- Liegt dein Termin an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag?
- Startet dein Webinar um 11 Uhr oder 14 Uhr (lokale Zeit)?
- Vermeidest du Feiertage, lange Wochenenden und Mittagspausen?
- Planst du Tests und Umfragen, um die beste Zeit zu ermitteln?
Kontakt
Wenn du das kurz einordnen möchtest, kannst du hier ein Gespräch anfragen.
www.wilfriedbechtle.com
www.webinarkai.com